In den 30er Jahren konnte man bei den Verbandsspielen keine besonderen Erfolge erzielen. Ein Lichtblick war die Saison 1932/33 als die 1. Mannschaft Tabellendritter wurde und den späteren Meister Herrenalb in Stupferich mit 2:1 bezwang. Es spielten in diesen Jahren Franz Becker, Gregor Becker, Ludwig Becker, Alfons Daferner, Alois Deger, Josef Deger, Anton Dietz, Pius Dietz, Richard Dietz, Heinrich Doll, Jakob Doll, Fridolin Kästel, Ludwig Kunz, Artur Kuppinger, Berthold Mai, Josef Ochs, Josef Pfisterer, Friedrich Schäfer, Josef Seidel, Leonhard Völkle, Pius Völkle, Johannes Vogel, Josef Vogel, Anton Weiler, Kurt Weinmann und Wurst (von Busenbach).

Die Frankonia erhielt 1933 ihre Fahne und feiert dies mit einem Fest vom 5. bis 7. August. Das nach Amerika ausgewanderte Vereinsmitglied Albert Lutz war 1933 auf Verwandtenbesuch in Stupferich. Er stiftete den Stoff, die Kosten der Bestickung übernahm Alfons Daferner, die Fahnenstange Hermann Becker. Gestickt wurde die Fahne von Dora Banzhaf und Anna Kunz.

Das Festbankett mit Enthüllung der Fahne wurde im Saal des Gasthaus´ Sonne veranstaltet. Die Festrede hielt der Ehrenpräsident Albert Lutz. Bürgermeister Alois Becker sprach im Namen der Gemeinde. Der Festprolog wurde von der Ehrendame Fräulein Hilda Lutz vorgetragen.

Festdamen waren Rosa Banzhaf, Elsa Deger, Elsa Doll, Liesel Doll, Frieda Kuppinger und Berta Mai. Erster Fahnenträger des Vereins war Alois Fritz.

Am Tag danach fand nach dem sonntäglichen Gottesdienst ein Festzug mit Beteiligung der örtlichen Vereine und der eingeladenen Gastvereine Germ. Brötzingen, Busenbach, Durlach-Aue, Spinnerei Ettlingen, Grötzingen, Grünwettersbach, Reichenbach und Spessart zum Festplatz statt, welcher sich auf den Wiesen hinter dem Friedhof befand.

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Vorder- und Rückseite der ersten Fahne von 1933

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Fahnenweihe 1933 - Festkomitee mit Festdamen

Oben von links: Josef Deger, Alois Fritz (Fahnenträger), Anton Geisert
Mitte von links: Hermann Becker (1. Vorsitzender), Albert Lutz (Fahnenstifter), Friedrich App (Ehrenvorsitzender)
Unten von links: Frieda Kuppinger, Rosa Banzhaf, Johannes Doll, Elsa Doll, Hilda Lutz (Ehrendame), Liesel Doll, Josef Ochs, Liesel Deger, Berta Mai

Das Vereinsleben erhielt nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten keine belebenden Impulse. Durch die Gleichschaltung der Gesellschaft und den Dienst gegenüber der Partei und deren Organisationen sowie die Einführung der Wehrpflicht hatten die jungen Männer und Schüler andere „Verpflichtungen“. Dazu kam, dass durch Geländeentzug beim Bau der Autobahn Karlsruhe-München im Jahre 1936 die Frankonia ihren Sportplatz verlor. Erneut dienten die Wiesen als Sportplatz (u.a. auch Waldäcker und Wiesen beim Batzenhof). Da es in anderen Nachbardörfern nicht besser aussah, wurde teilweise auch 6 gegen 6 gespielt. Bei den Verbandsspielen gab es nur wenig Erfolge und entsprechend muss wohl der Tabellenplatz gewesen sein.

In dieser Zeit spielten: Alfred Becker, Franz Becker, Alfons Daferner, Anton Deger, Anton Dietz, Pius Dietz, Richard Dietz, Gustav Doll, Hermann Doll, Erwin Geisert, Heinrich Horsch, Fridolin Kästel, Josef Kunz, Ludwig Kunz, Albert Lutz, Berthold Mai, Josef Mai, Heinrich Merkle, Josef Ochs, Friedrich Schäfer, Josef Vogel, Johannes Vogel, Julius Weber, Artur Weiler und Karl-Anton Weiler.

1937 übernahm Artur Weiler das Amt des 1. Vorsitzenden. Hermann Becker wurde nach 10jähriger Vereinsführung zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Der Krieg der im September 1939 begann, brachte über die Nationen und Völker Elend, Grauen und Tod und endete 1945 mit der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands. Eine ganze Generation fiel der Ideologie und Machtpolitik von Hitler-Deutschland zum Opfer. 98 Väter und Söhne war der Blutzoll an gefallenen oder vermissten Soldaten aus unserer Gemeinde.

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